Jean Pütz und die Hobbythek

 Bild: Jean Puetz

Nach meinen vielfältigen Ausbildungen zum Nachrichteningenieur, Lehrer für Mathematik und Physik und Volkswirt entdeckte ich 1966 - mit dreißig Jahren - den Journalismus. Im Januar 1970 kam ich zum WDR - als Redakteur, Autor und Produzent von naturwissenschaftlichen und technischen Sendungen. In meiner ersten 13teiligen Fernsehreihe "Energie, die treibende Kraft" brachte ich einem breiten Publikum schwierige physikalische Regeln wie den Energieerhaltungssatz nahe und führte sie in die Grundbegriffe der Atomphysik ein. Ich entwickelte ein Konzept für eine Bastelsendung mit Elektronik. Hiermit sollten vor allem die Zuschauer angesprochen werden, die nicht nur passiv vor dem Fernseher sitzen wollen.

Der früh verstorbene WDR-Redakteur Hans Ahlborn brachte mich dann auf eine noch bessere Idee. Er fragte, warum wir unsere Aktivitäten auf die Elektronik begrenzten. Viel besser wäre es doch, das Hobby generell als Ziel zu nehmen, um die Zuschauer zum Mitmachen zu animieren. Ich griff diese Anregung sofort auf und entwickelte gemeinsam mit meinem Kollegen Wolfgang Back die Sendeform Hobbythek. Thema der ersten Sendung war am 22. Dezember 1974 "Spiele für Erwachsene." Die Hobbythek verstand sich von Anfang an als "trojanisches Steckenpferd", das die Wissenschaft des Alltags verständlich machen will, allerdings stets im Dienste der Umwelt. Dieses Konzept hält bis heute.

Quelle: www.hobbythek.de Bild: WDR