Kurzbiographie von Pina Coluccia

 Bild: Pina Coluccia

Anna Coluccia (genannt Pina) stammt, wie der Name es unschwer erkennen lässt, aus Italien und zwar dem südöstlichstem Teil, dem Salento innerhalb der Provinz Apulien. Es ist das Land der zwei Meere, dort wo adriatisches Meer und ionisches Meer zusammenlaufen.

Der Salento, am Absatz des italienischen Stiefels gelegen, hat eine bewegte Geschichte. Es war Heimat bzw. Durchgangsland für viele Völker, von den Ureinwohnern zu den Griechen, den Römern, den Normannen, ja selbst die Wikinger haben hier Schrecken verbreitet. Sarazenen, arabische Völker und Türken versuchten mit dem Schwert, den Islam zu verbreiten, stießen aber jeweils auf erbittertsten Widerstand. Trotzdem haben sie ihre Spuren hinterlassen.

Vielleicht ist das der Grund, dass Pina Coluccia sich schon in ihrer Jugend für die verschiedensten Formen des Bauchtanzes interessierte. Zunächst aber zog sie schon in den Siebzigerjahren mit ihren Eltern nach Deutschland (NRW), wo sie  wie viele Italiener aus Apulien   als Arbeitskräfte sehr willkommen waren. Pina lernte daher neben Italienisch und dem Dialekt Salento's schon als Kind die deutsche Sprache so gut, dass sie sie heute als ihre Muttersprache ansieht.

In den Achtzigerjahren erlernte sie zunächst das Handwerk einer Köchin, um danach aber recht bald sich einer Ausbildung als Krankenschwester zu widmen. Sie arbeitete in diesem Beruf über sieben Jahre, wobei sie fast alle Sparten dieser, der Pflege von Menschen gewidmeten Disziplin, kennen lernte, inklusive der Seniorenbetreuung. Als sie ihrer Tochter Luisa das Leben schenkte, wurde sie Hausfrau und Mutter, eine Rolle die sie nicht nur nebenbei erfüllen wollte. Sie gebar noch zwei weitere prächtige Jungs, Silvan und Jean Adrian, jeweils im wohlgeregelten Abstand von 4 Jahren.

Daneben entwickelte sie sich mit viel Energie zu einer begnadeten Bauchtänzerin. Ihr Vermittlungsgeschick nutze sie um eine florierende Schule für den orientalischen Tanz zu eröffnen, sowohl für Kinder, als auch für Jugendliche und Erwachsene. Mittlerweile hat sich ihr Können von Langenberg/Velbert bei Essen bis nach Köln herumgesprochen: Von einer Kölner Karnevalstruppe wurde sie als Trainerin ihres Männerballetts engagiert. Den Herren und ihren vielen Zuschauern vermittelte sie jedenfalls einen höllischen Spaß.

 Bild: Pina Coluccia an der Sporthochschule Kön

Selbst in akademischen Kreisen hat sie sich profiliert: Sie unterhält Wochenendseminare für orientalischen Tanz an der Universität zu Siegen. Selbst die Sporthochschule Köln zeigte sich interessiert. Für Professor Froböse stellte sie sich zur Verfügung, um spezifische Daten der körperlichen Belastung beim Bauchtanz zu erheben, sie tanzte mit vielen Sensoren beladen um ggf Risiken und Nebenwirkungen dieser Sportart, z.B. bei Schwangerschaft, festzustellen.