Diplomarbeit

Erfahrungen von Frauen mit Menstruationsbeschwerden, die an einem besonderen Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen teilgenommen haben.

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b) Beschreibung der Grundhaltung und Bewegungselemente

Die Grundhaltung:

Die Füße stehen parallel, hüftbreit unter den Beckenknochen und sind nach vorne ausgerichtet. Das Körpergewicht ruht auf beiden Fersen. Die Wirbelsäule richtet sich gerade vom Becken aus auf und bildet die Körperachse.

Es darf kein Hohlkreuz entstehen, weil sich dadurch während der Übungen Rückenschmerzen einstellen könnten.

Die Knie sind parallel zueinander und leicht gebeugt.

Kopf und Kinn sind erhoben, damit sich der Brustraum weiten kann. Die Arme sind locker, leicht angewinkelt, so daß die Hände in Hüfthöhe liegen.

Diese Haltung fördert eine vertiefte Atmung in den Bauchraum. Aus der Grundhaltung werden die Tanzfiguren entwickelt. Ein typisches Merkmal des Orientalischen Tanzes ist die Isolation, d.h. die Fähigkeit, einzelne Körperteile unabhängig voneinander zu bewegen. Im Gegensatz zu den meisten westlichen Tänzen, bei denen der Bewegungsansatz häufig von den Beinen ausgeht, entwickeln sich die Bewegungen des Orientalischen Tanzes aus der Körpermitte. Ziel ist es, sich aller Körperteile und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten bewußt zu werden, den Körper als etwas Bodenständiges zu erfassen. Die Fußsohlen behalten meist den Kontakt zum Boden.

Die Isolationsbewegungen einzelner Körperteile zu koordinieren, kann für einen westlichen Menschen, der es gewohnt ist, sich mit dem ganzen Körper zu bewegen, anfangs schwierig sein.

Bei den Bewegungsfolgen handelt es sich um kreisende Bewegungen mit dem Becken in alle Richtungen, das Becken wird nach vorne geschwungen, durch bewußtes Anspannen der Bauchmuskulatur und durch Entspannen wieder fallen gelassen. Die kreisenden Bewegungen massieren die Organe des Beckenraumes und fördern ihre Durchblutung. Durch die Arbeit mit Gewichtsverlagerung soll die Wahrnehmung für den eigenen Schwerpunkt sensibilisiert werden.

Einige Bewegungen finden sich in der Schwangerschaftsgymnastik wieder, weil sie vor allem eine vertiefte Atmung begünstigen.

Die Bewegungen fördern:

  • Beweglichkeit des Beckens
  • bewußte An- und Entspannung der Bauchmuskulatur
  • Dehnung von Seiten und Taille
  • Geschmeidigkeit von Oberkörper und Armen
  • Lockerung des Schultergürtels
  • Entspannung von Kopf und Nackenmuskulatur

Die Ausdrucksform des Tanzes entwickelt sich aus der Improvisation, es gibt keine Normen, die anzustreben sind. Jede Tänzerin entfaltet ihren individuellen Stil.

Meiner Meinung nach kann sich dieser Freiraum günstig auf die seelische Gesundheit auswirken. Das Gefühl, seinen Körper kennen zulernen, seine Ausdrucksmöglichkeiten auszuprobieren und dadurch zu erweitern, kann einem Menschen helfen, sich freier und unabhängiger zu erleben.

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