Diplomarbeit

Erfahrungen von Frauen mit Menstruationsbeschwerden, die an einem besonderen Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen teilgenommen haben.

Inhaltsverzeichnis

E. ABSCHLIESSENDE DISKUSSION

1. Diskussion der Ergebnisse

Mit dieser Arbeit sollte überprüft werden, ob das vorgestellte Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen Frauen mit Menstruationsbeschwerden helfen kann, ihre individuellen körperlichen Beschwerden zu vermindern.

Sinn und Zweck dieser Untersuchung war zu klären, ob eine Verbindung von Körperübungen und Gesprächen besonders wirksam sein kann, einer Störung zu begegnen, die sich in körperlichen Beschwerden ausdrückt und gleichzeitig in engem Zusammenhang mit dem psychischen Wohlbefinden eines Menschen steht.

Die Ergebnisse aus den in dieser Untersuchung verwendeten Fragebögen sind statistisch als nicht signifikant anzusehen.

Im Vergleich zu den Frauen, die nicht am Bewegungsprogramm teilnahmen, haben sich die körperlichen Beschwerden der Teilnehmerinnen nicht bedeutsam vermindert. Ebenso konnte keine bedeutsame günstige Veränderung des psychischen Wohlbefindens der Teilnehmerinnen im Vergleich zu den Frauen, die nicht teilnahmen, nachgewiesen werden.

Mögliche Tendenzen, die sich aus den Ergebnissen ableiten lassen, sind folgende:

  • Die Bewegungen haben einen entspannenden Effekt bei akuten Menstruationskrämpfen, die Teilnehmerinnen gaben eine Verminderung von Schmerzen im Beckenbereich durch die Körperübungen an.
  • Die Bewegungen können Frauen mit Themen in Kontakt bringen, die ihnen peinlich sind oder Angst machen.
  • Durch die Gespräche werden Frauen ermutigt, auch bedrohliche Gefühle wahrzunehmen und offen mitzuteilen.

Bei der Organisation und Durchführung dieser Untersuchung ergaben sich folgende Schwierigkeiten:

Die Zahl der untersuchten Teilnehmerinnen ist zu gering, um prognostische Aussagen abzuleiten. Aufgrund des geringen Stichprobenumfanges wirken sich extreme Tendenzen stark auf die Meßwerte aus. Die Skalen sind durch eine breite Streuung gekennzeichnet.

Wir mußten die Kurse auf einen Zeitraum von fünf aufeinanderfolgenden Sonnabenden begrenzen, weil unser Programm zu umfangreich war, um es an einem Nachmittag oder Abend über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Für die Teilnehmerinnen war es bereits schwierig, sich diese fünf Sonnabende freizuhalten, da sie zum Teil berufstätig waren oder Kinder hatten. Sie schränkten ihren Freizeitbereich ein, um in dieser Gruppe zu lernen.

Ein Zeitraum von fünf Sonnabenden erscheint mir zu kurz, um deutliche und länger anhaltende Veränderungen zu bewirken. Er kann hilfreich sein, psychische Schwierigkeiten aufzudecken und zu erkennen. Diese müßten in einer anschließenden längerfristigen Therapie aufgearbeitet werden.

Zur therapeutischen Arbeit möchte ich noch folgende persönliche Rückmeldungen der Teilnehmerinnen einfügen:

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