Diplomarbeit

Erfahrungen von Frauen mit Menstruationsbeschwerden, die an einem besonderen Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen teilgenommen haben.

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4. Darstellung der Ergebnisse von Experimental- und Kontrollgruppe im Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV)

Überprüft werden soll Hypothese 5:

Die Teilnehmerinnen drücken eine Veränderung in positiver Richtung aus, d.h. sie erleben größere Ruhe und Sicherheit, innere Spannungen bauen sich ab, ihre Selbstsicherheit nimmt zu.

Tabelle 22: Das Ausmaß der Veränderung im VEV bei der Experimentalgruppe und Kontrollgruppe, Anzahl der Personen

Gruppen Experimental
N = 14
Kontroll
N = 16
Positive Veränderung Gesamtwert über 200 ++ 2 3
Positive Veränderung Gesamtwert p ≤1%
193 - 200
p ≤5%
187 - 192
- 2 2
Keine Wesentliche Veränderung
Gesamtwert 150 - 186
o 10 9
Negative Veränderung
Gesamtwert p ≤1%
136-143
p ≤5%
144-149
- 0 2
Negative Veränderung
Gesamtwert unter 136
- - 0 0

Ergebnisse

Die Mehrzahl der Frauen dieser Untersuchung schätzt ihre psychische Verfassung als unverändert ein. In dieser Wahrnehmung gibt es keinen Unterschied zwischen den Frauen, die am Bewegungsprogramm teilnahmen, und den Frauen, die nicht teilnahmen. Es könnte sein, daß der VEV kein geeignetes Meßinstrument ist, um Veränderungen in Bezug auf meine Fragestellung zu überprüfen. Der Fragebogen wurde zur Kontrolle der Wirksamkeit klientenzentrierter Psychotherapien konstruiert. Ich vermute, daß der Zeitraum dieser Untersuchung zu kurz ist, um mit dem VEV Veränderungen zu erfassen.

Die Mehrzahl der Frauen gab an, große Schwierigkeiten gehabt zu haben, um sich mit der siebenstufigen Likertskala als Beantwortungsschema vertraut zu machen. Diese Schwierigkeiten könnten die Frauen beider Gruppen in ihrer Bereitschaft beeinflußt haben, die Fragen ernsthaft für sich zu überprüfen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Da sich meine Hypothesen nicht bestätigt finden, muß ich zunächst daraus schließen, daß das in dieser Untersuchung vorgestellte Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen bei Frauen mit Menstruationsbeschwerden zu keiner bedeutsamen Verminderung ihrer individuellen körperlichen Beschwerden beiträgt. Darüber hinaus lassen sich auch im seelischen Erfahrungsbereich der Frauen keine bedeutsamen Verbesserungen nachweisen.

Ich möchte darauf hinweisen, daß der Zeitraum unserer "therapeutischen Arbeit " auf eine sehr kurze Zeitspanne von fünf aufeinander folgenden Sonnabenden begrenzt war.

In dieser Zeit konnten wir die Frauen dazu ermutigen, vermehrt in sich hineinzuhorchen. Wir konnten Konflikte und über lange Zeit verborgene Gefühle lediglich aufdecken. Wir konnten die Frauen anregen, diese Schwierigkeiten in einer längerfristigen Psychotherapie aufzuarbeiten.

Mit den für diese Untersuchung ausgewählten statistischen Meßinstrumenten lassen sich keine bedeutsamen Veränderungen nachweisen.

Ich stelle mir die Frage: Welche Erfahrungen haben die Frauen während ihrer Teilnahme an den Körperübungen und an den Gesprächen gemacht?

Im folgenden Kapitel sollen die persönlichen Erfahrungen der Frauen anhand der Tonbandaufzeichnungen und Aussagen aus den Rückmeldebögen dargestellt werden.

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