Diplomarbeit

Erfahrungen von Frauen mit Menstruationsbeschwerden, die an einem besonderen Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen teilgenommen haben.

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b) Fragebogen zur Erfassung von Echtheit mit der zusätzlichen Skala "Körper mögen" (s. Anh. A 7)

Die Items dieses Fragebogens wurden zum größten Teil aus den Skalen "Echtheit-Fassadenhaftigkeit" und "Offenheit für Erfahrungen" - wie sie in der Dissertation von Caspari (1979) vorgestellt werden - übernommen.

Beide Skalen sind aus dem theoretischen Konzept von Rogers (1961) abgeleitet. Die Reliabilitäten (interne Konsistenz) der Skalen sind als zufriedenstellend zu bezeichnen (Caspari, 1979, S. 59). Zwischen den beiden Skalen ergaben sich in der Arbeit von Caspari bei zwei verschiedenen Stichproben niedrige bis mittelhohe Interkorrelationen (S. 61). In ihrer 11ntersuchung ergab sich ein bedeutsamer Zusammenhang zwischen Echtheit-Fassadenhaftigkeit und psychoneurotischem Verhalten.

Die Skala "Echtheit-Fassadenhaftigkeit" beinhaltet 5 Items, die Skala "Offenheit für Erfahrungen" 10 Items.

Es folgt eine kurze inhaltliche Beschreibung der Skalen:

"Echtheit-Fassadenhaftigkeit"
Echtheit beschreibt nach Rogers einen Zustand, in dem eine Entsprechung von Erfahrung, Bewußtsein und Kommunikation vorliegt. Fassadenhaftigkeit ist das Auseinanderfallen von Erfahrung und Bewußtsein bzw. Erfahrung und Kommunikation (Rogers, 1961). Fassadenhaftigkeit beinhaltet, daß körperliche Zustände, Gedanken und Gefühle nicht angemessen im Bewußtsein abgebildet werden und daher auch nicht mitgeteilt werden können.
Tausch (1979) versteht unter Echtheit (auch Echtsein genannt): Die Äußerungen einer Person entsprechen ihrem Fühlen und Denken versus eine Person drückt Gegensätzliches zu dem aus, was sie fühlt und denkt.
"Offenheit für Erfahrungen"
Nach Rogers (1961) ist Offenheit für Erfahrungen als notwendige Bedingung von Echtheit anzusehen. Tausch sieht in ihr eine höhere Stufe von Echtheit. Eine Person offenbart wesentliche Teile ihres Selbst. Sie sagt Wesentliches davon, was sie fühlt und empfindet, was für eine Person sie ist. Sie gibt dem anderen Einblick in ihre innere Erlebniswelt, in die für sie bedeutsamen Erfahrungen.

In diese Untersuchung habe ich eine weitere Skala "Selbstachtung" aufgenommen. Sie beinhaltet 7 Items. Es handelt sich um Feststellungen eines Befragungsbogens von Tausch und Tausch (Tausch und Tausch, 1977), durch die eine Wandlung von Personen durch einfühlsame hilfreiche Gespräche deutlich werden soll.

NachTausch und Tausch (1979) sind geringe Selbstachtung und geringe Selbstannahme ein deutliches Merkmal vieler Personen mit seelischen Schwierigkeiten. Nach hilfreichen Gesprächen empfinden Personen mehr Achtung vor sich selbst.

Sie nehmen sich selbst mehr an, so wie sie sind, einschließlich ihrer Schwächen und Eigenarten.

Die Skala "Körper mögen" wurde der Dissertation von Beuter entnommen. Sie umfaßt 16 Items. Es handelt sich um Feststellungen über die Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit einer Person mit ihrer äußeren Erscheinung. Ich vermute einen Zusammenhang zwischen allgemeinem psychischem und körperlichem Wohlbefinden und der Art, wie eine Person ihren Körper sieht. Ich nahm die Skala in diese Untersuchung auf, um zu erfahren, ob die Teilnehmerinnen des Bewegungsprogrammes eine Besserung erleben, d.h. ihren Körper so annehmen können, wie er ist, mit seinen Mängeln und Verspannungen.

Zur Skala "Körper mögen" liegen bisher keine Ergebnisse aus anderen Untersuchungen vor.

Jedes Item hat eine vierstufige Beantwortungsmöglichkeit

I (Ja - 1, ja - 2, nein - 3, Nein - 4). Niedrige Werte entsprechen eher Fassadenhaftigkeit, Abwehr gegen Erfahrungen, Selbstgeringschätzung, Ablehnung des Körpers. Höhere Werte entsprechen Echtheit, Offenheit für Erfahrungen, Selbstachtung sowie Annahme des Körpers.

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