Diplomarbeit
Erfahrungen von Frauen mit Menstruationsbeschwerden, die an einem besonderen Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen teilgenommen haben.
II. Fragestellungen und Hypothesen
Im folgenden werden die Hauptfragestellungen dieser Arbeit genannt und die Hypothesen formuliert.
- 1. Fragestellung: Kann das Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen Frauen mit Menstruationsbeschwerden helfen, ihre individuellen körperlichen Beeinträchtigungen zu vermindern?
- Hypothese 1: Bei den Teilnehmerinnen des Bewegungsprogrammes ist die Verminderung ihrer individuellen körperlichen Beeinträchtigungen bei der Menstruation größer als bei den Frauen, die nicht teilnahmen.
- 2. Fragestellung: Kann das Bewegungsprogramm mit Gesprächen Frauen helfen, ihre allgemeinen Schwierigkeiten, die sie zusätzlich zu ihren körperlichen Beschwerden belasten, zu vermindern?
- Hypothese 2: Bei den Teilnehmerinnen ist die Verminderung ihrer allgemein seelischen Schwierigkeiten größer als bei den Frauen, die nicht am Bewegungsprogramm teilnahmen.
- 3. Fragestellung: Hat sich die Selbstkommunikation bei den Teilnehmerinnen nach Beendigung des Bewegungsprogrammes gegenüber der Selbstkommunikation der Nichtteilnehmerinnen signifikant in eine positive Richtung verändert?
- Hypothese 3: Bei den Teilnehmerinnen nimmt die positive Selbstkommunikation zu. (Diese Hypothese leite ich aus Untersuchungen von Böllner, Tausch &. Tausch et al. (1975) ab.)
- 4. Fragestellung: In welchen Bereichen liegen die deutlichsten positiven Veränderungen der Teilnehmerinnen?
- Hypothese 4.1: Die Teilnehmerinnen geben Fassaden auf, sie zeigen sich anderen so, wie sie tatsächlich fühlen und denken. Hierzu wurden sie direkt ermutigt.
- Hypothese 4.2: Die Teilnehmerinnen stehen stärker in Kontakt mit ihren Gefühlen. Sie stellen sich auch bedrohlichen Gedanken und Gefühlen und handeln im Sinne ihrer gefühlsmäßigen Wahrnehmungen.
- Hypothese4.3: Die Teilnehmerinnen nehmen sich selbst mehr an, einschließlich ihrer Schwächen und Eigenarten. Sie empfinden sich als eine Person von Wert. (Die Hypothesen 4.1-4.3 entnehme ich dem Konzept von Rogers (1974).)
- Hypothese 4.4: Die Teilnehmerinnen nehmen ihren Körper als einen zu ihrer Person gehörenden Teil an.
- 5. Fragestellung: Wie läßt sich eine Veränderung der Teilnehmerinnen beschreiben?
- Hypothese 5: Die Teilnehmerinnen drücken eine Veränderung in positiver Richtung aus, d.h. sie erleben größere Ruhe und Sicherheit, innere Spannungen bauen sich ab, ihre Selbstsicherheit nimmt zu.
- 6. Fragestellung: In welchen Bereichen findet bedeutsames persönliches Lernen statt?
- Hypothese 6: Bei den Teilnehmerinnen nimmt die Selbstauseinandersetzung zu. (Diese Hypothese leite ich aus den Untersuchungen von Tausch & Tausch (1974) ab.)
weiter: Aufbau und Durchführung der Untersuchung
zurück: Bedeutung der Gruppengespräche
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