Diplomarbeit

Erfahrungen von Frauen mit Menstruationsbeschwerden, die an einem besonderen Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen teilgenommen haben.

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Tabelle 7: Allgemein seelische Beeinträchtigungen der Frauen der Gesamt-Stichprobe, Anzahl der Personen, die Schwierigkeiten in den belasteten Bereichen angaben

Gruppe Experimental Kontroll Gesamt
Beeinträchtigte Gebiete N = 14 % N = 16 % N = 30 %
Beeinträchtigungen in der Wahrnehmung, Umgang und Ausdruck von Gefühlen 10 71 10 62 20 67
Unsicherheit gegenüber der eigenen Person 7 50 9 56 16 53
Berufsschwierigkeiten 6 43 5 31 11 37
Verstimmungsstörungen 3 21 9 56 12 40
Schwierigkeiten in Familie und Partnerschaft 2 14 4 25 6 20
Ängste 3 21 5 31 8 27
Kontaktschwierigkeiten 1 7 4 25 5 17
Sexuelle Schwierigkeiten 1 7 2 12 3 10
Psychosomatische Beeinträchtigungen 2 14 - - 2 7
Sonstiges 1 7 4 25 5 17

Ergebnisse:

  • 31% aller von den Frauen der Gesamt-Stichprobe genannten Schwierigkeiten beziehen sich auf dieselben Bereiche, in denen sie sich durch ihre Menstruation belastet fühlen, Kontaktschwierigkeiten, Verstimmungsstörungen, Ängste, sexuelle Schwierigkeiten, psychosomatische Beeinträchtigungen.
  • Zwei Drittel der Frauen der Gesamt-Stichprobe nennen Schwierigkeiten in der Wahrnehmung, Umgang und Ausdruck von Gefühlen.
  • Die Hälfte der Frauen gibt Unsicherheiten gegenüber der eigenen Person an.
  • Über ein Drittel der Frauen fühlt sich durch Berufsschwierigkeiten belastet.
  • 40 % der Frauen nennen Verstimmungsstörungen, sie fühlen sich häufig depressiv, sind nervös und gereizt.

Ich möchte auf eine Untersuchung von Fisher (1978) hinweisen, die die gegensätzliche Körpereinstellung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft erfaßt. Frauen nehmen im Gegensatz zu Männern ihren Körper deutlicher und bewußter wahr. Sie verhalten sich flexibler zu ihrem körperlichen Geschehen, weil sie durch ihren Menstruationszyklus wiederholt Körperempfindungen ausgesetzt sind. Durch gesellschaftliche Stereotypien ist die größere Sensibilität der Frau gegenüber körperlichen Symptomen dennoch negativ besetzt (vgl. auch Richter, 1976).

Die Mehrzahl der Frauen dieser Untersuchung gibt eine ausführliche und detaillierte Darstellung ihrer individuellen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen.

Die Ausführlichkeit der Beschreibungen könnte ich mir aufgrund einer erhöhten Sensibilität erklären.

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