Diplomarbeit
Erfahrungen von Frauen mit Menstruationsbeschwerden, die an einem besonderen Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen teilgenommen haben.
Zusammenfassung
In dieser Untersuchung wurde ein Bewegungsprogramm vorgestellt, das sich aus Bewegungselementen eines der ältesten kulturhistorisch überlieferten Tänze zusammensetzt.
Die Bewegungen fördern:
- eine vermehrte Beweglichkeit von Oberkörper und Becken
- eine bewusste An- und Entspannung der Bauchmuskulatur I - eine Lockerung von Kopf, Nacken und Schultergürtel
Das Bewegungsprogramm wurde, verbunden mit einer Gesprächsgruppe, die sich an der Form der "personenzentrierten Gesprächsgruppe" von Carl Rogers orientiert, Frauen mit Menstruationsbeschwerden angeboten.
Es sollte überprüft werden, ob das Bewegungsprogramm verbunden mit Gesprächen Frauen mit Menstruationsbeschwerden helfen kann, ihre individuellen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen bei der Menstruation zu vermindern.
Zu dieser Untersuchung wurden folgende Hypothesen formuliert :
- Bei den Teilnehmerinnen des Bewegungsprogrammes ist die Verminderung ihrer individuellen körperlichen Beeinträchtigungen bei der Menstruation sowie ihrer allgemein seelischen Schwierigkeiten größer als bei den Frauen, die nicht teilnahmen.
- Bei den Teilnehmerinnen nimmt die positive Selbstkommunikation zu.
- Die Teilnehmerinnen geben Fassaden auf, sind offener in der Wahrnehmung, im Umgang und Ausdruck von Gefühlen, nehmen ihr Selbst und ihren Körper stärker an.
- Die Teilnehmerinnen erleben größere Ruhe und Sicherheit, innere Spannungen bauen sich ab, ihre Selbstsicherheit nimmt zu.
Die Hypothesen wurden mit folgenden Messinstrumenten überprüft:
- Inventar zur Selbstkommunikation für Erwachsene (ISE)
- Fragebogen Echtheit mit der Skala "Körper mögen"
- Beeinträchtigungsbogen "vorher/nachher" zu individuellen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen bei der Menstruation, zu allgemein seelischen Schwierigkeiten, Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV).
Darüber hinaus wurden mit dem Einverständnis der Teilnehmerinnen die Gruppengespräche mit dem Tonband aufgezeichnet. Die Frauen gaben im Anschluß an jede Sitzung eine schriftliche Rückmeldung zum Gespräch und zu den Bewegungen.
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